waibakram

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Jeden Tag

begegnet mir Neues, Interessantes, Schönes und auch Dinge, die mir nicht gut gefallen. Hier möchte ich darüber schreiben, was mir so auffällt. Wo ich gedanklich hängenbleibe. Meine "Bilder" in Worte fassen. Mein Leben in Bilder fassen.
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Die Zähne

dies und dasGeschrieben von ameli Mi, Mai 15, 2013 22:36:04

Heute habe ich eine mehr als einstündige Behandlung beim Zahnarzt hinter mich gebracht, mit zwei "komplizierten" Zähnen und zwei Einfachen. Schlimm war es nicht, nur langwierig mit ziemlich viel Wassergespritze. Manchmal habe ich mich dem Ertrinken nahe gesehen. Aber da beim Zahnarzt schnelle Rettung zu erwarten ist, hat mich das auch nicht weiter geschreckt. Ich habe einfach die Augen geschlossen, versucht, den Mund immer so zu öffenen, wie es gerade erwartet wurde und habe die Unterhaltungen zwischen Arzthelferin und Zahnärztin an mir vorüber ziehen lassen. Die fand ich sehr unterhaltsam, denn die Zahnarzthelferin war nicht immer einer Meinung mit der Zahnärztin, ob jetzt mesial, labial oder sonstwie- ial behandelt werden sollte, welche -liale sie jetzt notieren sollte, ob sie nicht noch ein -lial vergessen hätte, ob da nicht noch eine Spitze weggeschliffen gehört, da auch noch eine Stelle ist, die man nicht vergessen sollte. Immer wieder hat die Helferin gelobt, wenn sie fand, das die Arbeit der Zahnärztin jetzt gut war "ja, so ist es jetzt gut, oder aber: hier noch etwas" . Und so gab es zwischen den beiden die ganze Zeit eine lebhafte Unterhaltung über das was gerade geschah und was man wie machen könnte, in für mich meist kryptischer Fachsprache aber sehr nett anzuhören. Ich fand dieses zweifache intensive und konzentrierte Interesse an der Behandlung meiner Zähne über eine doch relativ lange Zeit sehr angenehm und das Ergebnis passt bestens. Und ich habe mich nicht gelangweilt, dank der lebhaften Gespräche mit lautmalerischem Wert und beiderseitigem Engagement.
Außerdem haben die Beiden nicht versucht, sich mit mir zu unterhalten, der letzte Zahnarzt hat mir immer während der Behandlung, wenn ich den Mund sperrangelweit aufmachen musste, irgendwelche Fragen gestellt. Das können nur rhetorische Fragen gewesen sein. Finde ich aber unangenehm.